Ganz gleich, ob an deiner Schule das Klassenraum-Prinzip gilt oder du als Lehrerin bzw. Lehrer deinen eigenen, festen Raum hast. Es ist in jedem Fall durchaus sinnvoll zu überlegen, was man in diesem Raum braucht. Während an Grundschulen die Räume oft fest vergeben sind und von der Lehrkraft sehr persönlich und mit viel Mühe eingerichtet werden, fällt die Gestaltung des Klassenraums an weiterführenden Schulen oftmals eher spartanisch aus. Einige überaus nützliche Dinge sollten jedoch in keinem Klassenraum fehlen. Einfach deshalb, weil sie unsere Arbeit und die der ebenfalls hier unterrichtenden Kolleginnen und Kollegen enorm erleichtern können.

Kein Klassenraum ohne Sitzplan und Büromaterial

Jeder Fachlehrer, der deine Klasse nur ein- oder zweimal wöchentlich unterrichtet, aber auch jede Vertretungslehrkraft wird einen aktuellen Sitzplan sehr zu schätzen wissen. Er erlaubt eine persönliche Ansprache der Schülerinnen und Schüler von Anfang an und unterstützt beim Lernen der Namen. Seine Schüler mit Namen ansprechen zu können, ist nicht nur ein Zeichen der Wertschätzung, sondern es fördert auch im positivsten Sinne die Disziplin.

Äußerst nützlich für die eigene Arbeit und Organisation sind Stifte verschiedenster Art, Locher, Tacker (oder Büroklammern) und Tesafilm (oder alternativ je nach Ausstattung des Klassenraums Magnete oder Pinnnadeln). Wie oft sind Blätter, die abgeheftet werden sollen, nicht gelocht, weil es in der Hektik vergessen gegangen ist. Und wie oft möchte man schnell ein Infoblatt im Klassenraum aufhängen und ist froh, wenn dies unkompliziert möglich ist.

Einer der wertvollsten Gegenstände auf meinem Pult aber ist und bleibt meine Box mit quadratischen Notizzetteln. Diese kleinen Zettel haben mein Lehrerinnenleben schon in vielerlei Situationen extrem entspannt, ebenso wie farbige Haftnotizzettel.

Im Fall des Falles gut vorbereitet

Sicherlich kannst du nicht für jede Situation im Unterricht perfekt gerüstet sein. Jedoch lassen sich Störungen, Unruhe und Verzögerungen, verursacht durch vergessene Materialien, lindern, indem du häufig verwendete Arbeitsmaterialien im Fall des Falles aus der Schreibtischschublade zaubern kannst. Ich selbst habe z. B. immer eine Handvoll Scheren, einige Klebestifte, ein Lineal, ein Geodreieck und etwas Papier griffbereit. Gerade Scheren und Klebestifte gehen gerne vergessen und es ist sehr entspannt, wenn man die drei vergessenen Scheren ohne großen Aufwand ersetzen kann und anschließend alle Schüler ungestört arbeiten können.

Sehr hilfreich sind auch die drei letzten Dinge, an die du vielleicht im ersten Moment gar nicht denkst. Ich habe immer eine Küchenrolle in meinem Klassenraum. Damit sind jegliche Flüssigkeiten, die sich auf den Boden und in Schulranzen ergießen, kein Problem mehr. Die Anschaffung einer Handseife für das klasseneigene Waschbecken gibt nicht nur mir selbst, sondern auch meinen Schülern die Möglichkeit, jederzeit die Hände zu waschen, was gerade zu Grippezeiten durchaus beruhigend ist. Zuletzt sollten meiner Meinung nach Pflaster (oder sogar ein kleines Erste Hilfe Set) in keinem Klassenraum fehlen. Es ist weitaus leichter, einem Schüler, der sich an einem Papier geschnitten hat, ein Pflaster in die Hand zu drücken, als diesen zum Schulsanitätsdienst zu schicken.

Da dies meine persönliche Liste der zehn wichtigsten Dinge ist, ist es gut möglich oder sogar sehr wahrscheinlich, dass du noch etwas ergänzen möchtest. Mach das sehr gerne und mach es dir in jedem Fall so einfach wie möglich.

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Dies ist ein Beitrag von Claudia Rehder

Claudia Rehder; Bildnachweis: Eveline Conrads | Offenbach am MainClaudia Rehder ist erfahrene Lehrerin und Coach. Auf ihrer Online Plattform TeachersUp, in Workshops und Coachings bereitet sie Lehrer optimal auf ihren Beruf vor und unterstützt sie bei allen Herausforderungen des Schulalltags. Ihr Wunsch ist es, dass Lehrerinnen und Lehrer für und nicht gegen sich arbeiten.

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