Die Vorweihnachtszeit ist angebrochen. Weihnachten nähert sich mit großen Schritten. Eigentlich wolltest du für deine Klasse einen Adventskalender basteln. Aber da in der Vorweihnachtszeit immer so viel zu tun ist in der Schule, hast du es in diesem Jahr mal wieder nicht geschafft. Das schlechte Gewissen plagt dich, natürlich ganz besonders dann, wenn deine Kolleginnen und Kollegen von ihren wunderbaren Adventskalendern erzählen, die sie für ihre Klassen gebastelt haben.

Zu allem Übel ist auch noch das erste Adventswochenende mit privaten Terminen verplant, so dass du nun wirklich keine Zeit mehr haben wirst, um noch in allerletzter Minute etwas Schönes auf die Beine zu stellen. Was kannst du tun, um deiner Klasse die Vorweihnachtszeit doch noch zu versüßen? Und wie kannst du diese stimmungsvolle Zeit im Jahr doch noch nutzen, um die Klassengemeinschaft zu stärken und die Klassenatmosphäre zu verbessern?

Wichteln auf andere Art

Wie wäre es einmal mit Wichteln? Nein, damit meine ich nicht das Wichteln, das am letzten Schultag in vielen Klassen stattfindet. Das Wichteln, bei dem jedes Kind einen Namen aus der Klasse gezogen hat und diesem Kind nun ein kleines Weihnachtsgeschenk macht. Vielmehr meine ich eine andere Art des Wichtelns, die fast noch mehr Spaß macht und gänzlich ohne Geld auskommen kann, wenn dies gewünscht ist. Letzteres hätte verständlicherweise den großen Vorteil, dass Kinder aus sozial schwächeren Familien nicht benachteiligt werden. Dennoch kann natürlich vereinbart werden, dass auch kleine Süßigkeiten verschenkt werden dürfen.

Auch bei der Art des Wichtelns, die ich dir hier ans Herz legen möchte, geht es zunächst darum, dass jedes Kind den Namen eines anderen Kindes aus der Klasse zieht. Im besten Fall werden diese Namen streng geheimgehalten. Denn nun geht es in den folgenden Tagen bzw. Wochen darum, dass man dem Kind, das man gezogen hat, kleine, heimliche, positive Botschaften überbringt. Man ist sozusagen der „heimliche Freund“ bzw. die „heimliche Freundin“ des gezogenen Kindes.

Gute Energie für eine gute Klassenatmosphäre

Während eines bestimmten Zeitraums, der zu jedem beliebigen Zeitpunkt in der Vorweihnachtszeit gestartet werden kann, schreibt man nun dem entsprechenden Kind kleine Botschaften.  Vielleicht lässt man sie auch von anderen überbringen. Die kleinen Briefe dürfen auch einfach kleine Zettel sein. Wichtig ist, dass sie ausnahmslos stärkend und positiv sein und bei ihrem Empfänger Freude auslösen sollen. Dies kann ein „Viel Glück“ sein vor einer Arbeit, die ansteht oder auch ein Trost, wenn das Kind eine schlechte Arbeit zurückbekommen hat. Es können Komplimente darauf stehen oder ein witziger Spruch. Alles ist erlaubt, so lange es wohlmeinende, wertschätzende Äußerungen sind. Auf diese Art und Weise wird viel positive Energie durch deinen Klassenraum strömen. Eine wohltuende Atmosphäre entsteht, auch und gerade, wenn du als Lehrerin bzw. Lehrer deine Klasse vielleicht ebenso mit kleinen Botschaften und Komplimenten überraschst. Am letzten Schultag vor den Weihnachtsferien schließlich dürfen sich die Wichtel zu erkennen geben.

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Dies ist ein Beitrag von Claudia Rehder

Claudia Rehder; Bildnachweis: Eveline Conrads | Offenbach am MainClaudia Rehder ist erfahrene Lehrerin und Coach. Auf ihrer Online Plattform TeachersUp, in Workshops und Coachings bereitet sie Lehrer optimal auf ihren Beruf vor und unterstützt sie bei allen Herausforderungen des Schulalltags. Ihr Wunsch ist es, dass Lehrerinnen und Lehrer für und nicht gegen sich arbeiten.

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